27
Okt
07

iPhone Sammelkauf wird schwer gemacht – Eine Aufrechnung!

Wie der Spiegel berichtet, wird es denjenigen schwer gemacht, die planten in die USA zu fliegen, um mal schnell 20 iPhones zu holen, sie zu unlocken und bei eBay lecker zu verkaufen!
Hüstel, keine Ahnung, wer auf solche Ideen kommt. Ich jedenfalls nicht…..

Demnach darf man nun nur noch zwei iPhones im Apple Store erwerben und diese auch nur noch mittels Kreditkarte, was natürlich den Namen des Käufers preisgibt und somit den Handel mit den Dingern erschwert.
Sauber Apple!

Ich halte diese Strategie für höchst bedenklich, SteveJ wohl nicht! Laut MTN verdient Apple runde 18 Dollar im Monat am mit Mobilfunkverträgen erwirtschafteten Umsatz. Das macht nach 24 Monaten also 431 Dollar. Addiert man den Kaufpreis von 399 Dollar hinzu, kommt man auf eine stolze Summe von 831 Dollar PRO verkauftem iPhone. Multipliziert man dies wiederum mit den derzeit 1.150.000 verkauften iPhones (inkl. Vertragsaktivierung -> es sind aber insgesamt 1,4 Mill. über die Ladentheken gegangen), kommt man auf sagenhafte 955.650.000 Dollar Umsatz (wohlgemerkt erst in 2 Jahren)!
Und was kostet so ein iPhone in der Produktion? Laut Businessweek knapp 220 Dollar Stückkostenpreis!

Da aber Apple ja auch an den 250.000 iPhones verdient, die nicht aktiviert werden (in meinen Augen sind das mehr, aber egal), addiert man hier einfach noch den Einzel-Gewinn von 179 Dollar hinzu.

Nach Adam Riese komm ich da auf 647.650.000 Dollar Gewinn! Für alle derzeit verkauften iPhones. Alle Angaben sind hier ohne „iGewähr“ da sie mittels iPhoneCalculator errechnet worden sind. 😉
Zudem wird sich die Summe wahrscheinlich exponential erhöhen, da das Phone nun auch in Europa angeboten wird!

Bei der Summe schlackere wahrscheinlich nicht nur ich mit den Ohren, sondern auch Steve Ballmer, der vor Beginn noch das iPhone verhöhnte:

Es ist also langfristig davon auszugehen, dass das iPhone immer schwerer zu bekommen sein wird und wenn, dann nur über T-Mobile-Knebel-Verträge. T-Mobile hat immernoch nicht begriffen, dass sie ihre Preise mal an dem Markt ausrichten könnten. Aber der Herr Obermann, der macht das schon! Zur Not werden einfach noch weitere 50.000 Mitarbeiter abgeschoben. Dies nur als Exkurs.

Ich fange also mehr und mehr an, diese microsfteske Preisstrategie zu verachten. Wo ist da bitte der Apple-Schlachtruf: „Let us be Pirates“ aus den Anfängen der Ära? Klar Apple ist ein Unternehmen das, wie jedes andere auch, Gewinnmaximierung als Maxime hat! Schade nur, dass dies zu Lasten des Endkunden geht, der gerne uneingeschränkt Apples Produkte nutzen will. Wir wollen hoffen, dass sich StevieBoy nicht verzockt. Dies hat er schonmal getan und wir wissen alle wo das hinführte.
Noch gibts auch noch Leopard ohne Reg-Key! Warum? Na damit schön das OS weitergegeben wird und auf jedem Mac sein Zuhause findet. Das geht noch so, bis der Marktanteil bei ca. 15-20% liegt (derzeit bei knapp 7%, jedoch ohne den LeopardHype) und dann wird, ganz iPhone-Style, das Ding sowas von dicht gemacht, dass Bill Gates sich verwundert die Augen reiben wird!
Nun gut, erfreuen wir uns erstmal alle an unseren schönen, neuen iPhones und neuen Raubkatzen auf dem Mac. Denn in all dieser rumkalkuliererei wird auch oft vergessen, dass es immernoch Menschen und Communities in einem kleinen Gallischen Dorf gibt, die rebellieren und die wahren Helden sind. 😉

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1 Response to “iPhone Sammelkauf wird schwer gemacht – Eine Aufrechnung!”


  1. 1 KermitKemal
    Dezember 7, 2007 um 2:11 am

    Hmmmm, electrolotion….ich komm auf andere Zahlen als Du, was den Gewinn angeht:
    Beim Umsatz bin ich noch mit dir: (18$ x 24 Monate + 399$)*1.150.000 iPhones = 955.650.000$ Umsatz über zwei Jahre (Zinsen nicht mitgerechnet!)

    Nun aber zu den Stückkosten:

    Das iPhone kostet 220$ in der Produktion mal den 1.150.000 iPhones = 253.000.000 $ an Stückkosten.

    Gewinn: 955.650.000$ – 253.000.000$ = 702.650.000 $ Gewinn über die zwei Jahre.

    Du hast bei deiner Stückkosten-Berechnung noch die 250.000 unregistrierten dazugezählt, aber dann musst du sie auch beim Umsatz dazurechnen, deswegen die Diskrepanz bei den Ergebnissen.

    Nun ja, lag wohl am „iCalculator“, hehe. Viva Windows Mobile!!!


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